In stiller Rückschau
Lehne dich zurück, atme tief durch und lasse dich in dich selbst hineinfallen, dorthin, wo kein Außen mehr drängt und die Zeit stillzustehen scheint, wo du beginnen darfst, das, was war, in deinem Innersten zu betrachten – ohne Urteil, ohne Eile, einfach nur da – und nimm wahr, was sich im Laufe der Zeit durch dich, mit dir und um dich herum geformt hat, was geschehen ist, aber auch, was nicht geschehen ist, denn auch das will gesehen werden, als Teil deiner Geschichte, deines Weges, deiner schöpferischen Reise, auf der du, bewusst oder unbewusst, unzählige Fäden im Netz des Lebens berührt hast – manche zart, manche mit Wucht, manche vielleicht in Freude, andere im Schmerz – und all dies, jeder Moment, jede Entscheidung, jede Wendung reiht sich wie eine leuchtende Perle in die Kette deiner Erinnerung ein, lässt dich verstehen, dass du nicht zufällig hier stehst, sondern dass du es bist, der erschafft, erkennt, auswählt, der sein Leben formt, Tag für Tag, Gedanke für Gedanke, Herzschlag für Herzschlag.
Und vielleicht – während du so innehältst und das Gewesene durch dich hindurchfließen lässt – spürst du ein leises Lächeln in dir aufsteigen, eine stille Freude darüber, wie viel du bereits gegangen bist, und gleichzeitig mag sich eine Unruhe zeigen, ein kleines Ziehen, eine Ahnung davon, dass es da noch etwas gibt, das gesehen, erkannt, gelebt werden will, dass deine innere Landschaft, deine Seele, dir Hinweise gibt – durch das, was du erinnerst, und durch das, was du vermisst – und in dieser feinen, stillen Offenheit entsteht Raum für das, was kommen darf, für die Vision von dem, wohin du gehen willst, von dem Menschen, der du sein möchtest, vom Leben, das sich durch dich entfalten möchte, und du kannst beginnen, dieses innere Bild zu formen, es vor deinem geistigen Auge auszuschmücken, wie ein Vision-Board aus Empfindung, Farbe und Sinn, das dir Orientierung schenkt und dich ruft, wie ein vertrauter Stern, der nur dir leuchtet.
Denn du bist der Schöpfer deines Weges, das Zentrum deiner Welt, und all das, was du in dir trägst – deine Wünsche, Träume, Sehnsüchte – sind keine bloßen Ideen, sondern Samen, die bereits in dem Moment zu keimen beginnen, in dem du ihnen Bedeutung schenkst, und so darfst du dir erlauben, an die Möglichkeit des Neuen zu glauben, an eine Zukunft, die nicht nur aus Wiederholung besteht, sondern aus lebendiger Neugestaltung – geführt von deiner inneren Stimme, getragen von einer stillen Kraft, die dich erinnert, dass alles möglich ist, wenn du bereit bist, dich zu öffnen für das, was größer ist als du, und gleichzeitig tief in dir wohnt – und so möge dieser Moment der Rückschau, der Klarheit und der leisen Ausrichtung dich nähren, wie ein Atemzug deiner Seele, in dem du erkennst: Alles, was geschieht, geschieht für dich – und vielleicht auch für jene, mit denen du unbewusst auf geheimnisvolle Weise verbunden bist.
„In stiller Rückschau“
Handgeschöpftes Büttenpapier 21,5 x 21,5 cm,
Bleistift, Tusche-Fineliner, Aquarellstift, Blattgold


